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Black Friday 2025: Die gefährlichste Cyber-Saison aller Zeiten

Posted on November 28, 2025

Black Friday 2025 markiert die gefährlichste Online-Shopping-Saison in der Geschichte, da Cyberkriminelle Künstliche Intelligenz, Deepfakes und Social Engineering einsetzen, um Millionen von Verbrauchern weltweit ins Visier zu nehmen.

Aktuelle Studien zeigen: Betrugswebsites sind im Vergleich zum Vorjahr um 89 % gestiegen, während Phishing-Kampagnen 42 % aller Black-Friday-spezifischen Bedrohungen ausmachen – 32 % davon zielen direkt auf digitale Geldbörsen und Bezahlsysteme.

Mit steigenden Transaktionszahlen nutzen Kriminelle die Eile und Unachtsamkeit der Konsumenten, um persönliche Daten, Zahlungsinformationen und Kryptowährungen in großem Stil zu stehlen.


Die 10 häufigsten Black-Friday-Betrugsmaschen 2025

Diese Analyse zeigt die zehn verbreitetsten Black-Friday-Betrugsarten, erklärt ihre technischen Methoden, die psychologischen Tricks dahinter und nennt klare Warnsignale – wichtig für Konsumenten und Sicherheitsexperten gleichermaßen.


1. Gefälschte Einkaufsseiten & manipulierte Domains

Betrüger erstellen täuschend echte Kopien bekannter Online-Shops. Sie verwenden gefälschte Logos, Produktbilder und URLs wie be5tbuy.com oder rc$.co.za, um Kreditkartendaten zu stehlen.

Warnsignale:

  • Tippfehler in der URL oder ungewöhnliche Domain-Endungen (.top, .shop, .vip)
  • Fehlendes HTTPS-Zertifikat
  • Unrealistische Rabatte
  • Fehlende Kontaktinformationen

Die Gruppe SilkSpecter war besonders aktiv und imitierte Marken wie IKEA, The North Face und Wayfair.


2. Phishing- und Smishing-Kampagnen

Betrüger verschicken gefälschte E-Mails oder SMS von angeblichen Banken, Händlern oder Lieferdiensten mit Links zu gefälschten Login-Seiten.

Warnsignale:

  • Unpersönliche Anrede
  • Grammatik- und Rechtschreibfehler
  • Dringliche Sprache („Ihr Konto wird gesperrt“)
  • Absender-Domains, die nicht zum offiziellen Anbieter passen

3. QR-Code-Betrug („Quishing“)

QR-Code-Angriffe nehmen stark zu. Betrüger platzieren manipulierte Codes auf Plakaten, E-Mails oder Social Media. Nach dem Scannen wird Schadsoftware installiert oder eine Phishing-Seite geöffnet.

Warnsignale:

  • QR-Codes in unerwarteten E-Mails
  • Überklebte oder manipulierte Sticker
  • Angebote, die sofortiges Scannen verlangen

Tipp: Gib URLs manuell ein, statt unbekannte QR-Codes zu scannen.


4. KI-basierte Deepfake-Betrügereien

Dank KI können Kriminelle täuschend echte Deepfake-Videos und -Audios erstellen, die CEOs, Influencer oder Prominente imitieren.

Ein Fortune-500-Unternehmen verlor 40.000 Kundendaten, nachdem Deepfake-Videos ihres CEOs eine gefälschte App beworben hatten. Auch Taylor-Swift-Deepfakes wurden genutzt, um Fake-Gewinnspiele zu bewerben.

Warnsignale:

  • Übertrieben gute Angebote von Prominenten
  • Fehlende offizielle Ankündigungen auf Firmenkanälen
  • Leicht unnatürliche Sprach- oder Gesichtsbewegungen

5. Gefälschte Social-Media-Werbeanzeigen

Auf Plattformen wie Facebook, Instagram und TikTok kursieren unzählige Fake-Ads, die mit echten Markenauftritten verwechselt werden können.

Warnsignale:

  • Rabatte von 70–90 % auf Luxusartikel
  • Neu erstellte, unbestätigte Konten
  • Zeitdruck („Nur noch 10 Minuten!“)

6. Gefälschte Lieferbenachrichtigungen

Cyberkriminelle senden Mails oder SMS im Namen von UPS, DHL, FedEx oder USPS, die angebliche Lieferprobleme vortäuschen.

Warnsignale:

  • Benachrichtigungen über unbekannte Bestellungen
  • Zahlungsaufforderungen zur „Freigabe“ von Paketen
  • Ungültige Sendungsnummern

7. Gefälschte Produkte & Marktplatzbetrug

Auf Facebook Marketplace oder eBay tauchen gefälschte Luxus- oder Markenartikel auf – oft zu Spottpreisen.

Warnsignale:

  • Extrem niedrige Preise
  • Keine Verkaufshistorie
  • Kommunikation außerhalb der Plattform

8. Geschenkkarten- und Gutscheinbetrug

Gefälschte Gutscheine oder „kostenlose Geschenkkarten“ verbreiten sich über E-Mail und soziale Medien. Manche enthalten Schadsoftware, die Kryptowährungsdaten stiehlt.

Warnsignale:

  • Rabatte oder „Generatoren“ für Geschenkkarten
  • Zahlungen ausschließlich mit Geschenkkarten
  • E-Mails über angebliche Gewinne

9. Gefälschte Wohltätigkeitsaktionen

Cyberkriminelle nutzen die Spendenbereitschaft der Feiertage, um falsche Hilfsorganisationen zu erstellen.

Warnsignale:

  • Dringliche, emotionale Spendenaufrufe
  • Fehlende Informationen zur Mittelverwendung
  • Keine Verifizierung über offizielle Spendenportale

Prüfe Spendenorganisationen immer über CharityWatch oder Give.org.


10. Kryptowährungsbetrug

Gefälschte Shops locken mit „Krypto-Exklusiv-Rabatten“ und verschwinden nach der Zahlung. Andere Apps stehlen Wallet-Zugangsdaten.

Warnsignale:

  • Händler akzeptieren nur Kryptowährung
  • Versprechen „garantierter Renditen“
  • Apps mit übermäßigen Berechtigungen

So erkennst du gefälschte Websites: 10-Schritte-Leitfaden

  1. URL prüfen – Achte auf Schreibfehler und verdächtige Endungen.
  2. HTTPS überprüfen – Schloss-Symbol und gültiges Zertifikat.
  3. Designqualität prüfen – Schlechte Bilder oder viele Pop-ups = Warnsignal.
  4. Kontaktdaten überprüfen – Seriöse Shops nennen Adresse & Telefonnummer.
  5. Domain-Alter prüfen – Domains unter 6 Monaten sind verdächtig.
  6. Bewertungen lesen – Suche nach „Shopname + Betrug“.
  7. Sicherheits-Tools nutzen – Z. B. VirusTotal oder Google Safe Browsing.
  8. Preise vergleichen – Extreme Rabatte = Fake.
  9. Zahlungsoptionen prüfen – Seriöse Shops akzeptieren Kreditkarten.
  10. Intuition vertrauen – Wenn etwas „komisch“ wirkt, abbrechen.

Falsche Seiten kannst du melden bei:

  • FTC
  • IC3
  • Google Safe Browsing

Schutzstrategien für Black Friday 2025

So schützt du dich vor den gefährlichsten Betrugswellen aller Zeiten:

  • Aktiviere Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) auf allen Konten.
  • Verwende starke, einzigartige Passwörter.
  • Besuche nur offizielle Händlerseiten.
  • Bezahle mit Kreditkarte (besserer Betrugsschutz).
  • Nutze virtuelle Kartennummern für Online-Käufe.
  • Halte Software und Geräte aktuell.
  • Recherchiere Händler und Wohltätigkeiten vor Transaktionen.

Fazit

Black Friday 2025 vereint hohe Transaktionsvolumen, KI-gestützte Betrugsstrategien und raffinierte Social-Engineering-Techniken – ein ideales Umfeld für Cyberkriminelle.

Indem du diese 10 Betrugsarten erkennst, Warnsignale beachtest und mehrstufige Sicherheitsmaßnahmen umsetzt, kannst du sicher einkaufen, ohne deine Daten oder Finanzen zu gefährden.

Merke: Wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein – ist es das wahrscheinlich auch.

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